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Frauen in der Schweizer Landwirtschaft

Bäuerinnen arbeiten auch in der Schweiz unverhältnismässig viel,  auf dem Hof, im Haushalt, oft zusätzlich in einer ausserbetrieblichen Tätigkeit. Sozialrechtlich sind sie jedoch kaum abgesichert und gehen im Fall von Erbgängen oder Scheidung meist leer aus. Zum Frauenstreiktag vom 14. Juni 2011 reichten die Nationalrätinnen Alice Glauser und Maya Graf zwei parlamentarische Vorstösse ein. Sie wollen damit den Weg bereiten, um die ökonomische, soziale und rechtliche Diskriminierung der Frauen in der Landwirtschaft zu bekämpfen.

Nationalrätin Maya Graf fordert den Bundesrat in einem Postulat auf, Daten und aussagekräftige Statistiken über die Situation von Frauen in der Schweizer Landwirtschaft vorzulegen.
Postulat Maya Graf

Nationalrätin Alice Glauser-Zufferey verlangt vom Bundesrat in einer Motion, die Arbeitsleistungen der Frauen in der Landwirtschaft besser zu berücksichtigen und ihre sozialrechtliche Absicherung zu verbessern.
Motion Alice Glauser-Zufferey

WIDE Switzerland für die Gleichstellung der Bäuerinnen

Auf verschiedenen Ebenen engagiert sich WIDE Switzerland in den Diskussionen um die ökonomische, soziale und rechtliche Besserstellung der Bäuerinnen in der Schweiz:

Die WIDE-AG Food&Gender erarbeitet Grundlagen und beleuchtet Zusammenhänge von Geschlecht, Arbeit und Ernährungssicherheit im globalen Süden und Norden.
AG Food&Gender

WIDE stellt ParlamentarierInnen und Interessierten ihr  Wissen zur Verfügung und mischt sich aus der Genderperspektive in laufende Debatten um die Produktion von und den Handel mit Lebensmitteln ein. So lieferte WIDE beispielsweise im Dezember 2010 Argumente für die Annahme der Standesinitiativen zum Import von Lebensmitteln. Aufruf an die Parlamentarierinnen

In Kooperation mit der NGO-Koordination post Beijing organisierte WIDE im März 2011 die Tagung "Landwirtschaftspolitik aus Frauensicht - Vision 2025 unter der Lupe", welche viel zur Mobilisierung beitrug. Tagungsbeitrag und Bericht