englishdeutsch

Nachlese


Bedingungsloses Grundeinkommen
Was bringt es für die Frauen?

24. Mai 2012 / Frauenraum der Reitschule Bern

Frauen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen denken gemeinsam darüber nach, was sich mit einem bedingungslosen Grundeinkommen ändern könnte und was bei seiner Umsetzung mitbedacht werden muss:
Judith Giovannelli-Blocher, Schriftstellerin
Ursula Knecht-Kaiser, Labyrinthplatz Zürich; Gutesleben
Therese Wüthrich, Zentralsekretärin syndicom; Debattierclub WIDE
Annemarie Sancar (Moderation), Genderbeauftragte DEZA; Mitglied WIDE

Die Diskussion ist Teil einer Veranstaltungsreihe zum bedingungslosen Grundeinkommen im Mai/Juni 2012 in Bern. Flyer

Dokumentation folgt.

Symposium Maternal Health and Access to Sexual and Reproductive Rights

1. September 2011 / Bern

Wo stehen wir in Bezug auf das Millenium-Entwicklungsziel 5, Müttersterblichkeit und reproduktive Rechte? Welches sind die nationalen und internationalen Entwicklungen bezüglich Zugang zu reproduktiver Gesundheit und ihrer Finanzierung? Welche politischen Forderungen können an AkteurInnen in der Schweiz und in Bezug auf die Entwicklungszusammenarbeit gestellt werden? Wie steht es um die sexuellen und reproduktiven Rechte in der Schweiz selbst? Solche Fragen stehen am Symposium mit schweizerischen und internationalen ExpertInnen zur Debatte. Organisiert wird es vom IZFG der Universität Bern in Zusammenarbeit mit der Deza, Amnesty International, der Stiftung für sexuelle und reproduktive Gesundheit PLANeS, der Berner Fachhochschule, Fachbereich Gesundheit und dem dem Hebammenverband.
Tagungssprache: Englisch. Flüsterübersetzung bei Bedarf
Anmeldeschluss: 25. August 2011
Programm


Hella Hoppe: Die Folgen der jüngsten Finanz- und Wirtschaftskrisen auf Frauen

24. Mai 2011 / Bern
In ihrem Referat analysierte Hella Hoppe, Beauftragte für Ökonomie beim SEK und Vorstandsmitglied von WIDE Switzerland, die Finanzkirsen von 2008 und 2010 und wies - mit Blick auf die genderspezifischen Auswirkungen und die Folgen für sozial marginalisierte Frauen - auf Parallelen hin. Am Beispiel der Spekulation mit Rohstoffen zeigte sie die Zusammenhänge der Finanz- und Klimakrise. Die Untersuchung der gegenseitigen Verzahnung von Finanz-, Klima- und Ernährungskrise schälte sie als Desiderata heraus, um Erkenntnisse und Handlungsspielraum zu gewinnen. "Ein stabiles Finanzsystem ist ein globales öffentliches Gut. Die Finanzwirtschaft muss im Dienst der Realwirtschaft stehen. Eigentum ist sozialpflichtig." dies sind Hella Hoppes Kernaussagen zugunsten eines gender- und sozialgerechten Finanzsystems. Inwiefern "Women's leadership" zur Transformation beiträgt, wie die Ökonomin Mariama Williams es fordert und in Aussicht stellt, steht zur Debatte.

Präsentation als pdf

Background:
Mariama Williams: Economic Development and the Triple Crisis – Gender Equality Betwixt and Between:
The impact of the Economic, Climate and Food Crises on Women’s Empowerment and Wellbeing’. Paper prepared for the Ninth Commonwealth Women’s Affairs Ministers Meeting on ‘Gender Issues in Economic Crisis, Recovery and Beyond: Women as Agents of Transformation. Bridgetown, Barbados, 7–9 June 2010.

Paper als pdf


Landwirtschaftspolitik aus Frauensicht: "Vision 2025 unter der Lupe"

26. März 2011 / Bern
Über 60 Frauen, vor allem Bäuerinnen sowie Leiterinnen und Vertreterinnen von agrarpolitischen Organisationen, besuchten die Tagung zur neuen Landwirtschaftspolitik der NGO-Koordination post Beijing in Zusammenarbeit mit WIDE Switzerland. Welche Auswirkungen haben die diskutierten Neuerungen auf Bäuerinnen und Konsumentinnen? Was bedeuten sie für Bäuerinnen im Süden? Welche landwirtschaftlichen Methoden und welche Lebensmittel brauchen wir für die Zukunft? Diesen Fragen widmete sich die Podiumsdiskussion mit Tina Goethe von Swissaid und WIDE Switzerland, Maya Graf, Nationalrätin Grüne und Bio-Bäuerin und Ruth Streit, Präsidentin des Schweiz. Bäuerinnen- und Landfrauenverbands unter der Leitung von Jacqueline Forster vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau
.

Tagungsberichte:

Schweizer Bauer, 30. März 2011: Frauen verlangen Antworten. Text als pdf

Tina Goethe, WIDE Switzerland und Swissaid: Bäuerinnen wollen es Wissen
Text als pdf


Ulrike Knobloch: Wirtschaftsethik aus Geschlechterperspektive

14. Dezember 2010, Universität Bern

Wirtschaft und Ökonomie sind weder wertfrei noch geschlechtsneutral. Mit den normativen Grundlagen der Marktwirtschaft setzt sich die Integrative Wirtschaftsethik (Peter Ulrich) auseinander und entwickelt aufbauend auf einer zeitgemässen Ethik Perspektiven lebensdienlichen Wirtschaftens. Eine geschlechterbewusste Wirtschaftsethik untersucht darüber hinaus auch die geschlechtsspezifischen normativen Grundlagen, auf denen jedes Wirtschafts- und Gesellschaftssystem basiert, und formuliert Voraussetzungen für eine das gute und gerechte Zusammenleben aller Menschen, Männern wie Frauen, unterstützenden Wirtschaftsweise. Dabei werden die Erkenntnisse der Geschlechterforschung (Gleichheit vs. Differenz der Geschlechter, Geschlechterordnung und -verhältnisse, Intersektionalität etc.) in die wirtschaftsethische Analyse einbezogen. Im Vortrag wird Ulrike Knobloch ihren eigenen Ansatz einer geschlechterbewussten Wirtschaftsethik skizzieren und zur Diskussion stellen.

Programm

Präsentation


Stephanie Barrientos: Gender, Food and Power: The Gendering of Global Value Chains

7. Dezember 2010, Universität Bern

Supermarkets and agro-food companies increasingly dominate the production and retailing of food across the global south and north. This is leading to a gender transformation in global food value chains. The paper of Stephanie Barrientos considers what the implications are for women as consumers, producers and workers. It explores the challenges and openings for women’s empowerment generated by supermarket retailing.
Dr. Stephanie Barrientos is a Senior Lecturer in the Institute of Development Policy and Management and Associate Director of the Brooks World Poverty Institute at The University of Manchester. She coordinates the international research network “Capturing the Gains: Economic and Social Upgrading in Global Production Networks, which is developing comparative cross-country research in manufacturing and agro-food, covering themes such as trade, gender, governance and logistics across Africa, Latin America, Asia, Europe and North America.

Programme

Presentation Workshop

Presentation Lecture


Brigitte Young: Finanzkrise als Ausdruck
ökonomischer Gewalt

27. November 2009, Universität Bern

Prof. Dr. Brigitte Young setzt sich in ihrem Referat mit den ungleichen Auswirkungen der Finanzkrise auf Frauen und Männer und in Ländern des globalen Nordens und Südens auseinander. Als Kommentatorin wirkt die Ökonomin Mascha Madörin. Die Ökonomin Ulrike Knobloch moderiert die Diskussion.
Programm

Präsentation



15 Jahre Beijing Platform for Action: Rückblick und Ausblick

30. Oktober 2009, Universität Bern

Im Hinblick auf das 15-jährige Jubiläum der Internationalen Frauenkonferenz 1995 in Beijing lädt das Wissenschaftliche Forum von WIDE Switzerland, das am IZFG angegliedert ist, zu einem halbtägigen Workshop ein. Auf dem Programm stehen Inputs und Diskussionen zur Bedeutung und zur politischen Umsetzung der Aktionsplattform von Beijing im internationalen, nationalen und regionalen Kontext, insbesondere vor dem Hitnergrund der aktuellen ökonomischen Entwicklungen.
Inputs und Moderation: Lilian Fankhauser, IZFG / Elisabeth Keller, EKF / Erika Schläppi, Gender-Consulting.
Programm

Interview mit Elisabeth Keller

Grundlagen/Literatur


Zusammenfassung Aktionsplattform Beijing, 1995 / Aktionsplan Sder Schweiz, 1999 / Bericht zur Umsetzung des Aktionsplans, 2002: EGB-Publikationen

Erika Schläppi: Frauenrechte und Menschenrechte: Wie kann die schweizerische Gleichstellungspolitik die internationale Dynamik besser nutzen? Eine Studie im Auftrag der Eidgenössichen Kommission für frauenfragen, Bern 2007

Claudia Michel: Rechte fordern. Schweizer Frauenorganisationen zwischen Feminismus und Menschenrechten, 1990-12005. Wettingen 2009.